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Eine Offenbarung

Aktualisiert: vor 23 Stunden


Louisville, Kentucky 1958


Der Mystiker und Mönch Thomas Merton steht an einer Straßenkreuzung und beobachtet das emsige Treiben der Menschen. Aus heiterem Himmel ergreift ihn mit einem Mal die tiefe Gewissheit, dass er mit allen verbunden ist.

Er schreibt darüber:

„Es war, als ob ich plötzlich die verborgene Schönheit ihrer Herzen, die Tiefe ihrer Herzen sah, wo weder Sünde noch Verlangen noch Selbsterkenntnis hinreichen, den Kern ihrer Wirklichkeit, die Person, die jede Person in den Augen Gottes ist.“


Die Gedenktafel auf dem Bild erinnert an Mertons Erlebnis. Eine solche Erfahrung zeigt, dass wir einander nicht so fremd sind wie wir denken.


Wenn ich durch die Stadt gehe und lauter Fremde sehe, gibt es doch gelegentlich Momente, wo eine andere Wirklichkeit aufscheint. Es sind die Momente wo ich hinter das Offensichtliche sehe und das Verbindende gewahre.


Sich mit anderen freuen und ihnen Gutes tun, ist dann so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. 😉

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